Mitarbeiterbindung ist das Handlungsfeld Nr. 1 für die Resilienz von Unternehmen

Dirk Lambach, Februar 4, 2026

Die Motivation und Bindung von Mitarbeitenden ist aus Sicht deutscher Führungskräfte der wichtigste Schlüssel zu mehr Resilienz. Das zeigt die aktuelle Studie „Fokus Mittelstand: R+V Resilienz-Report 2026“. Demnach bewerten 87 Prozent der befragten Führungskräfte die Mitarbeiterbindung als einen der entscheidenden Erfolgsfaktoren – noch vor klassischen unternehmerischen Kernaufgaben wie Produktentwicklung (85 Prozent) oder der Anpassung an einen verschärften Preiswettbewerb (82 Prozent).

Für die Studie „Fokus Mittelstand: R+V Resilienz-Report 2026“, die zum zweiten Mal nach 2024 untersucht, wie gut der deutsche Mittelstand für die Zukunft gerüstet ist, wurden zur Jahreswende 2025/26 mehr als 220 Führungskräfte aus Unternehmen mit über zehn Mitarbeitenden befragt.

Der Studie zufolge sind dennoch nur 60 Prozent der Firmenlenker bei der Mitarbeiterbindung bereits stark oder sehr stark aktiv. In kleineren Unternehmen mit 10 bis 29 Beschäftigten liegt dieser Anteil sogar bei lediglich 47 Prozent. Dabei haben die meisten Führungskräfte mögliche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung durchaus im Blick: 78 Prozent sehen höhere Arbeitgeberzuschüsse zur Altersabsicherung als wirksamen Ansatz zur Stärkung der Unternehmensresilienz. Jeweils 74 Prozent nennen den Ausbau der betrieblichen Gesundheitsvorsorge sowie flexible Lebensarbeitszeitkonten. Eine stärkere betriebliche Invaliditätsvorsorge halten 61 Prozent für sinnvoll.

Wie wirksam diese Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung beitragen können, zeigt die Befragung der Beschäftigten. Diese bewerten entsprechende Angebote durchweg noch höher als ihre Führungskräfte. So wünschen sich 89 Prozent eine stärkere Arbeitgeberbeteiligung an der Altersabsicherung, etwa über Direktversicherungen oder Betriebsrenten.